Bausachverstand: Wie schütze ich mich vor Bauschäden ?

Dass ist einfach zu beantworten: In dem Sie es dazu nicht kommen lassen.

Und wie geht dass ?

a) Planungsfehler vermeiden!

Bereits vor dem Bauprozess, gewisse Planungsfehler nicht zu machen, die aus der Praxis des Sachverständigen unweigerlich zu Schäden führen, weil einerseits sinnvoll geplant werden und anderseits die Kontrolle der Ausführung auf der Baustelle auch statt finden, muss – hier liegt die Crux, da manch Architekt keine Ahnung hat, wie seine Planung im Schadensfall aussieht.

Geht die Optik vor der Baukonstruktion und ist hier nicht im technischen Einklang geplant worden, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es zum Schaden kommen kann

Im folgenden Bild hatte die Planung des Bauträgers geschlafen und das Fertighaus hätte in der Folge ca. 20cm versetzt werden müssen oder es ein Grundstücksstreifen von 0,2m x ca. 20m hätte „nachträglich dazu gekauft“ werden müssen – die „Bastelarbeit vor Ort“ mit der Stahlplatte war „das kleinere Übel“, wenn auch der Planungsfehler frühzeitig hätte bemerkt werden können, wenn a) eine Qualitätskontrolle beim Bauunternehmen vor der Baueingabe stattgefunden hätte und b) mir der Bauunternehmer meines Kunden die Pläne nicht erst kurz vor der Gebäudeaufstellung übergeben hätte.

Beitragsbild:

Bildnachweis:
Quelle und (c): Christian Lemiesz

 

b) Ausführungsfehler vermeiden!

Bereits in dem Bauprozess, gewisse Ausführungsfehler nicht zu machen, die aus der Praxis des Sachverständigen unweigerlich zu Schäden führen, weil einerseits sinnvoll nach den anerkannten Regeln der Technik/Baukunst gearbeitet und anderseits die Kontrolle der Ausführung auf der Baustelle auch statt finden muss – hier liegt die Crux, da manch Handwerker nicht die Planung überschauen kann, wie ein Detailpunkt im Schadenfall aussehen könnte.

In folgenden Bild gab es Unstimmigkeiten zwischen Trockenbau und Elektriker: Der Elektriker hatte keine Lust die GK-Platten abzunehmen, um die Elektroverkablung durch das Ständerwerk zu führen und entfernte einfach die obere Platte im Dosenausschnitt und führte die Kabel unfachmännisch an dem Ständerwerk vorbei.

Beitragsbild:

Bildnachweis:
Quelle und (c): Christian Lemiesz

 

c) Instandhaltungsfehler vermeiden!

Bereits im eingetretenen Schadensfall, gewisse Denk- und Handlungsfehler nicht zu machen, die aus der Praxis des Sachverständigen unweigerlich zu Schäden führen, weil einerseits nicht langfristig nach den anerkannten Regeln der Technik/Baukunst gedacht wird und anderseits die Schadensbehebung Nichts kosten darf – hier liegt die Crux, da manch Eigentümer/Vermieter u.a. nicht die Tragweite seiner Handlungen überschauen kann, ob er sich nur im Zivilrecht oder bereits schon im Strafrecht befindet.

Im folgenden Bild wurde tropfendes Wasser an der Innendecke einer Mehrzweckhalle solange ignoriert, bis die abgehängte Decke an einer Stelle herunter kam. Nach Öffnung der Dachabdichtung bot sich das Bild eines „abgesoffenen“ Flachdachs – die Polystyroldämmung war wie ein Schwamm mit Niederschlag durchnässt und stand mit ca. 1,5cm im Nassen. Ca. 1000qm Dachfläche mussten saniert werden. Für die Gemeinde ein nicht geringer Kostenfaktor, bei nicht kalkuliertem Instandhaltungs- bzw. Sanierungsbudget.

Beitragsbild:

Bildnachweis:
Quelle und (c): Christian Lemiesz

 

Ich erlebe immer wieder dass die Kommunikation zwischen Planer und Bauleute nicht gut funktioniert;
auch eine übergreifende Aufklärung nicht stattfindet, Probleme aus unterschiedlichen Perspektive zu betrachten, die notwendige und sinnvollste Lösung zu finden.

Was ist nun die Lösung ?

Mitdenken ist hier Priorität !

Wer dass nicht ganzheitlich kann, beauftragt Dienstleister, die dass leisten können…

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