Lebensraum


Der Begriff ‚Lebensraum‘ meint klassisch die Beziehung von der Pflanzen- und Tierwelt in der Natur; wird jedoch auch für die Beziehung des Menschen in seiner Umwelt herangezogen.

Für die Pflanzen- und Tierwelt ist ein Lebensraum (Biotop) ein bestimmtes Gebiet mit spezifischen Umweltverhältnissen. Verschiedene Lebensräume bilden Biotope und stehen mit ihrer Vielfalt im direkten Zusammenhang mit den landschaftlich geprägten Gegebenheiten.

Der Mensch hat einen Anspruch an einen schützenden Raum als gesunde intakte Umgebung.

Dazu gehört als primäre Umgebung der Garten bzw. die Lage des Gebäudes in der Landschaft und als sekundäre Umgebung die Wohnung oder das Gebäude an sich.

a) Primärer Lebensraum – natürlich

Als Ausgangspunkt stehen hier die Umwelt mit Natur und Folgen der menschlichen Zivilisation.

Das Gebäude mit Anbindung an die Infrastruktur durch Verkehrsnetze, die sich ihre Wege durch die Umwelt – Flora und Fauna – bahnen, stehen im Vordergrund des Verständnisses.

Die Umwelt wird hier zur dienenden Funktion und wird aktiv gestaltet – ob der heimische Garten oder das öffentliche Grün – Natur findet der Mensch nur noch in nicht landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Wäldern, mit dem Zitat der Natürlichkeit.

Die Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer (Energie) diktieren die Einbíndung von künstlichen Strukturen in der Umwelt.

b) Sekundärer Lebensraum – künstlich

Klassisch im Verständnis „die eigenen 4 Wände“ als persönlicher Aufenthaltsort, eingebunden in eine größere Raumstruktur als Wohnung oder Gebäude, mit dienender Form der Alltäglichkeit.

Hier wird gelebt und sich wohlgefühlt.

Hier lädt man Freunde ein und zeigt sein geschaffenes Reich als Ausdruck von Wohlgefühl.

Der natürliche „Lebensraum“ mit seiner Ökologie ist passiv vorhanden – der künstliche „Raum zum Leben“ mit seiner Industrie muss aktiv geschaffen werden.

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