Baubiologischer Bausachverständiger

Basis der Betrachtung liegt darin, Fehler die bei der Erstellung des Raumes bzw. des Gebäudes durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Konstruktionen, Materialien, Gewerke und Unachtsamkeit bzw. Nichtwissen der Planenden/Ausführenden aufgetreten sind, darzustellen. Diese Fehler, die sich langfristig negativ auf das Leben des Nutzers durch Schädigung der Gebäudesubstanz und Gesundheit des Menschen langfristig auswirken können, gilt es zu orten, beschreiben, den Verursacher und Wege zur Minimierung bzw. Sanierung hin aufzuzeigen, um so wieder ein gesundes funktionstüchtiges Gebäude für die Nutzer zu schaffen.

 

   
Eigenschaften:
– Neutralität der eigenen Positionierung und des Sachverhalts
– Der Fragestellung entsprechend zu bewerten
– „Nach bestem Wissen und Gewissen“ handeln und bewerten
– Ausführliche Dokumentation der Problems
– Einbeziehung aller bedingender Faktoren

 

Institutionen:
– Gerichte
– Versicherungen
– Unternehmer zur Begründung und Abwehr von Ansprüchen
– Verbraucher zum Beweis von Bauschäden und Ähnlichem
– Bezifferung von Schäden und Vermögensbewertung (Kooperationspartner)
– Bewerten von Beleihungszwecken (Kooperationspartner)
– Schieds- und Schiedsgerichtsverfahren sowie
– Überprüfungen

 

Grundlagen:
– Grundlagen der baubiologischen und ökologischen Bauweise
– Inhalte des Baubiologischen Standards SBM 2008
– Anerkannte Regeln der Technik (bewährte Erfahrungen)
– VOB (Verdingungsordnung für Bauleistungen)
– HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenierure)
– BGB (Bundesgesetzbuch)
– ZPO und StPO (Zivile Prozessordnung und Strafgesetzordnung)
– DIN, soweit anwendbar (Deutsches Institut für Normung)
– Erfahrungswerten (Erkenntnisse, Historisches Wissen)
– sowie gesundem Menschenverstand (logische Verknüpfung)

 

Berichtsarten:
– Berichte für private Auftraggeber (Individuelle Ursachenerforschung mit Kostenstuktur und Sanierungsempfehlung)
– Berichte für öffentliche Auftraggeber
– Berichte für Versicherungen (Feststellung der Mängelhöhe)
– Berichte für Gerichte (Durch Gericht beauftragter Bericht)
– „Beweissicherungs-Bericht“ (Dokumentation des aktuellen Problems)
– Mängelbericht (Abgleich Ist- zu Sollzustand)
– Bauzustandsanalysen („Baupatologische Probenuntersuchung„)
– Spezialberichte zum Wert von Bauleistungen

 

Anamnese:
– Sachverhalt erörtern
– Bestandsaufnahme (Istzustandsfeststellung)
– Mängelfeststellung (Stichproben durch Bauteilöffnung)
– Bewertung der Mängelfeststellung und Begründung

 

Dokumentation:
– Gutachterliche Stellungnahme (Aufnahme, Feststellung, Lösungsvorschlag)
– Sanierungsempfehlung (Therapie und Prävention)
– Sanierungskosten oder Minderungen
– Verweise
– Honorar

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