Bausachverstand: Leichtsinn, Vetternwirtschaft und Schwarzarbeit als Motor für Bauschäden

Die Ursache, dass ein Bauschaden auftreten kann ist vielfältig.

Im Laufe meiner Arbeit als Sachverständiger haben sich 4 Schadensursachen herauskristallisiert:

1. Havarie
2. Baupfusch
3. Untätigkeit
4. Zeit / Alter

 

1. Die “Havarie” ist der unverhofft auftretende Fall des Schadenseintritt

Während der Gebäudenutzung kommt es zur plötzlichen Havarie z.B. durch einen Nässeeinruch, der einerseits durch Korrosion von Leitungen, Riss-Schäden oder Witterungseinflüssen an der Baukonstruktion eintreten kann.

 

2. Der “Baupfusch” ist der vorhersehbare Fall des Schadenseintritt

Bereits vor und während der Ausführung von baulichen Maßnahmen kann es durch Planungs- und Ausführungsfehlern zu Schaden kommen.

 

3. Die “Untätigkeit” ist der vorsätzliche Fall des Schadenseintritt

Im Bereich der a) Immobilie:

Im Bereich der Gebäudeerstellung fördert das Wissen einer Ausführung, vorbei an den Planungsvorgaben, VOB und den anerkannten Regeln der Technik, unbemerkt die qualitative Einschränkung des Leistungsbildes bis zum Schadenseintritt.

Im Bereich der b) Verwaltung:

Im Bereich der Vermietung fördert das Wissen um einen Mangel, vorbei an der Verpflichtung zur rechtzeitigen Behebung (s. Mietgesetz, BGB), wissentlich den Verlust des Immobilienwerts und der Gesundheit (s. Strafgesetzbuch) des Nutzers.

 

4. Die “Zeit” und das “Alter” beschreibt den planbaren Fall des Schadenseintritt

Stetige Verweigerung regelmäßig die Immobilie instand zu halten führt zum schleichenden Verfall und Wertverlust mit wirtschaftlicher und gesundheitlicher Schädigung von Gebäude und Dritten.

Hier rächt sich beim Schadenseinstritt oft die Historie durch hohen nachträglichen Kostenaufwand, wenn der Bausachverständige den Umfang und Verursacher sowie der Baubiologe die gesundheitliche Belastung des Schadensbilds festgestellt hat.

 

Grundlage für jeden am Bauebteiligten ist eine Reihe von Gesetzen, Vorschriften und Regeln, damit der Mindeststandard für Qualität erfüllt ist. Die Verletzung wird fachlich als “nicht den anerkannten Regeln der (Bau)Technik” und umgangsprachlich als “Baupfusch” bezeichnet.

Ein kurzfristiges Denken spart die Mehrwertsteuer, schädigt den Fiskus und wirkt sich juristisch bis straffällig für alle Beteiligte aus, sollte es zum Schaden von Dritten kommen – damit dieser Zustand nie eintritt, wir auf einen Mangel solange nicht reagiert, bis die Havarie eintritt und der bauliche sowie der gesundheitliche Schaden Dritter eingetreten ist. Solch ein Verhalten könnte man schon als “vorsätzliche Körperverletzung” bezeichnen, wenn die Gesundheit das höchste Gut ist, dass es lt. Art. 1 des Grundgesetz zu schützen ist; müssen auch hier Gesetze (BGB, Strafgesetz) greifen und über die Legislative verfolgt werden.

Z. B. wird die Erstellung eines gesetzlich verankerten Schadstoffnachweis vorgestellt

unter: http://www.das-gebaeude-gesundheitszeugnis.de

Weitere Infos finden Sie unter: https://www.bauen-und-gesundheit.de

Christian Lemiesz
Holistischer Service in Baubiologie, Architektur & Gesundheit
Tel: +49-21.02-579.08.04 – Mobil: +49-173-66.49.614
Web: http://Baubiologie-Architektur.de
Blog: https://bauen-und-gesundheit.de

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