Bausachverstand: “Gesundheit ja, aber bitte nicht so viel!”

Schade, meinen Kunden war der Fokus auf Gesundheit und gesunde Baustoffen nach dem Termin der Werksbesichtigung doch nicht mehr so viel wert.

Was war passiert ?

Das Gebäude sollte lt. Bauherrenwunsch ein “gesundes” Holzfertighaus sein, da auf “Gesundheit” wert gelegt wurde, auch wegen bereits vorhandenen sogenannter “Autoimmunerkrankung” der Bauherrin – angeblich. Hierfür hatten sich die Bauherren im Vorfeld ohne meine Baubegleitung bereits für ein Holzfertighaus entschieden. Der erste Teil meiner Beauftragung war die Vorbedingungen zu begleiten wie technische Vertragsprüfung, Grundstück, Altlasten, schadstofffreie Baustoffe, Baumaterial-Optimierung, Gefahrenabwehr vor Grundstücks- und Gebäudekauf, Pestizideinwirkung usw.

Eine gemeinsame Werksbesichtigung sollte noch offene Fragen zur Gebäudeherstellung klären.

Der Geschäftsführer galt über meine Kunden als “offen eingestellt”.

Einleitend zur Werksführung hatte der Geschäftsführer mitgeteilt, er würde Nichts an der Ausführung der Gebäude vornehmen: Hier war im Gespräch, anstelle der toxischen Einblasdämmung aus recyceltem Altpapier, die unschädliche Jute überall zu verwenden. Dem wurde auf meinem Raten hin zugestimmt, jedoch:

Der Geschäftsführer hatte zugegeben:
– Das Gips in den Fasergipsplatten der Wandebauteile ist kein Naturgips – hier kommen 2x 2x 125mm Platten zum Einsatz
– Die OSB-Platten sind Standardplatten

Der Geschäftsführer wusste nicht:
– Ob das Holz aus Skandinavien aus der Standardwaldwirtschaft mit Pestizidbesprühungen kommt – ein Ökoaudit war ihm fremd
– Ob die verwendeten Elektrokabel in den Fertigteilwänden/-decken halogenfrei sind

Der Geschäftsführer kannte nicht:
– Die Inhalte des DGNB-Zertifikats bzgl. der Gesundheit
– Die Grenzwertproblematik bei der Betrachtung von Chemikalien

..nach den o.g. Antworten sparte ich mir den Rest meiner Fragen, weil diese noch tiefer ins Detail gingen; diese würde ich vielleicht beim späteren Aufbau selber in Erfahrung bringen.

Somit also wird “wieder einmal” der ganz normale Standard an “schadstoffhaltigen Baumaterialien” verbaut, die nun einmal Nichts mit dem Thema “Gesundheit” zu tun haben.

Meine Fragen waren dem Geschäftsführer sichtlich unangenehm – aus seiner Mimik heraus konnte ich lesen, dass ihm meine Fragen nicht nur unangenehm waren, sondern er blockte auch komplett ab; d.h. er kennt die Chemikalienproblematik, blockt aber dennoch komplett ab; warum ist klar!

Aufklärung in Bezug auf einen gesundheitlichen Fokus bei seinen Baustoffen – auch in zukünftigen Gebäuden zu legen – lehnte er ab; obwohl er “good will” bei schadstofffreiem Gips verwenden zu wollen, signalisiert hatte.

Also als Fazit:
– (S)Ein Holzhaus ist nicht schadstofffreier als der Markt anbietet
– (S)Ein ökologisches Holzhaus hat Nichts mit baubiologisch oder “gesund” zu tun

Die “gesundheitliche Baubegleitung” wurde von meinen Kunden akzeptiert, jedoch nur bis zu den kritischen Fragen – für die eigentliche Baubegleitung möchten meine ehemalige Kunden doch lieber einen Standard-Bausachverständigen ohne gesundheitlichen Fokus. Gut, dass bisher nur Teilleistungen beauftragt worden sind und nicht eine vollumfängliche komplette Baubegleitung.

Den Bauherren ist die Problematik um dass SBS – das “Sick-Building-Syndrome” zwar bekannt, wissen jedoch nicht wie sich dies langfristig gesundheitlich auswirkt, da die Bereitschaft zur Gesundheit frühzeitig abgebrochen worden ist.

Nun kam die Absage: Sie fühlen sich bei diesem Hersteller “dennoch” gut aufgehoben und möchten aus “psychologischen” Gründen keinen weiteren Fokus mehr auf “Schadstofffreiheit” legen. […]

Schade, aber zur Gesundheit kann ich Keinen zwingen – dass muss jeder Erwachsene mit Verantwortung zum eigenen Leben für sich selbst entscheiden, in was er sein restliches Leben verbringen möchte.

Ich biete seit einigen Jahren meine Baubegleitung wie folgt an:

A. Standard Baubegleitung
“Gesundheit ist hier ausgeklammert”
– Leistungen des Bausachverständigen
– Untersuchung nach den anerkannten Regeln der Baukunst
– Planungs- und Ausführungsfehler

Der gesundheitliche Aspekt ist nicht automatisch inkludiert, kann jedoch jederzeit optional hinzugenommen werden.
Sie gehen also niemals das “Risiko” ein, zu viel Wahrheit erfahren zu müssen.

Meine “Standard Baubegleitung” kann auch noch anfangen, nachdem Sie sich als Bauherr für einen Bauträger entschieden haben.

B. Gesunde Baubegleitung
“Gesundheit ist hier Basis”
– Leistungen des Bausachverständiger
– Untersuchung nach den anerkannten Regeln der Baukunst
– Planungs- und Ausführungsfehler
– Leistungen des Baubiologen u.a.
– SBM-2015

Meine “Gesunde Baubegleitung” fängt an, bevor Sie sich als Bauherr für einen Bauträger entscheiden.

Den beiden Varianten A. und B. liegen unterschiedliche Stundensätze und damit Honorarsummen zu Grunde!

Also,
ich bitte jeden Bauherren, der echtes Interesse an seiner Gesundheit in seinem neuen Eigenheim hat, sich vorher zu überlegen was das Ziel der Baubegleitung ist: Standard oder Gesundheit!

Christian Lemiesz
Holistischer Service in Baubiologie, Architektur & Gesundheit
Tel: +49-21.02-579.08.04 – Mobil: +49-173-66.49.614
Web: http://Baubiologie-Architektur.de
Blog: https://bauen-und-gesundheit.de

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